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Geschrieben von Yuuki am 29.08.2010 um 11:20:

Er selbst war der Meinung, dass er es nicht nötig hatte, sich mit den ganzen Trantüten abzugeben. Die hatten doch alle keine Ahnung, interessierten sich nur für so Sachen wie Kleidung, Musik und Alkohol. Das war absolut nicht seine Welt! Aber manchmal, wenn er abends im Bett lag und über sein Leben nachdachte, dann dachte er an seine Eltern, die einander hatten… und im Zuge dieses Gedanken, dachte er auch an eine andere Person, und daran, wie es mit ihr sein könnte… Auch in diesem Moment dachte er daran, und welche Schritte er würde einleiten müssen, doch seine Grübeleien wurden durch jemanden gestört, der an die Tür klopfte.



Frau Richter trat ein und Frau Wheeler erstarrte.
Sie kannte die Tiraden von der älteren Lehrerin, da sie sich diese fast jeden Tag zu hören bekam, seit sie einen Monat vor den großen Ferien aus England hierher gekommen war.
Besonders gegen die Luchs Zwillinge war die alte Frau regelrecht allergisch!



„Frau Wiela“, begann Frau Richter. Die Angesprochene verdrehte die Augen. Englisch war nun mal nicht jedermanns Sache. „Ich muss ganz dringend mit ihnen reden!“
Sally Wheeler verzog das Gesicht. „Worüber denn diesmal?“, fragte sie ängstlich.
„Es geht um die Zwillinge“, sagte Frau Richter mit Grabesstimme.
Sally wünschte sich die Sommerferien zurück, in denen hatte sie Ruhe gehabt.
„Wissen sie“, fuhr die ältere Lehrerin fort. „Ich habe die Sache bisher falsch eingeschätzt. Ich denke, wir müssen noch mal unser ganzes pädagogisches Konzept überdenken!“



Das war einfach zu viel! Alter hin, Erfahrung her, aber diese Frau war einfach nur noch senil! Zwar würde sie nächstes Jahr in den Ruhestand gehen, aber Sally befürchtete, dass sie zu einer Art Maskottchen werden würde, dass weiterhin jeden Tag kommen würde und jeden anderen – vom Direktor bis zum Hausmeister – mit ihren eingebildeten Kompetenzen nerven würde!
„Nicht schon wiiiiiieder!“, stöhnte Sally. „Muss denn das sein?“
Abgesehen davon, dass sie genervt war, fand sie es auch noch erheblich unhöflich, in Gegenwart der Zwillinge so zu reden als wären diese nicht anwesend.



„Ich glaube, sie verstehen mich vollkommen falsch“, erklärte Frau Richter gekränkt.
„Und ich glaube, sie übertreiben maßlos“, erwiderte Sally frech.
„Das muss ich mir nun wirklich nicht anhören. Wenn sie erstmal zuhören würden, bevor sie urteilen würden, würde uns das Beiden eine Menge Zeit sparen.“
Verwirrt von so vielen Ü’s musste Frau Wheeler erstmal passen.
„Aber bei ihnen brauche ich wohl auf keinen keimenden Anklang zu hoffen. Auf Wiedersehen.“
Sally schmunzelte und schüttelte unmerklich den Kopf. Sie war in ein Irrenhaus geraten!
Was, bitte, sollte denn ein keimender Anklang sein?



Frau Richter rauschte inzwischen nach Draußen, was bei den Schülern ein einstimmiges Aufatmen bedeutete.
„Ich denke“, murmelte Frau Wheeler erschöpft „wir sollten für heute Schluss machen.“, und entließ die Schüler mit diesen Worten.



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Fertg, ich hoffe, es hat euch gefallen Augenzwinkern

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Meine Simsgeschichte: Kleine Geheimnisse


Geschrieben von Spongebob am 29.08.2010 um 12:58:

Hach, wenn wir doch auch bloß so coole Lehrerinnen hätten die sich mit den alten anlegen, aber zum Glück kommt keiner auf den Gedanken auf seinen Ruhestand zu verzichten grinser
Die Geschichte ist mal wieder super geschrieben und auch eine in der ich mich selbst teilweise wiederspiegeln kann bravo
Aber fandest du etwa das Wetter in der Judenbuche schwer? Ich hatte viel mehr Probleme mit dem Verhalten der Mutter?

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-TOBI-


Geschrieben von Bonky am 29.08.2010 um 17:09:

Das Wetter? Was ist daran problematisch? Ich finde eher es bleibt zu viel offen bei der Judenbuche grinser

Aber egal, deine Geschichte und die Bilder sind wieder toll daumen und es freut mich, dass du weitermachst und es dir wieder gut geht.

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Geschrieben von Yuuki am 29.08.2010 um 18:35:

Erstmal danke, ihr beiden Augenzwinkern
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit der Judenbuche so ins Schwarze treffe. Ich hatte damals mit dem Wetter insofern Probleme, dass ich es einfach überlesen hab, weil ich die Beschreibungen etwas öde fand. Ich hab ewig gebraucht, bis ich die Parallelen gecheckt hab
grinser aber danach fand ich das Buch richtig gut.

Und SpongeBob, da hast du echt Glück, mein alter Sportlehrer (der miese Grapscher!) kam nach seiner Pensionierung noch mindestens ein Jahr lang (danach weiß ich nicht, hab die Schule gewechselt), angeblich, weil er in ne andere Lehrerin verknallt war. Da gabs die herrlichsten Gerüchte. Vielleicht baue ich die auch in die Geschichte ein.
Hab die nächsten Fotos schon fertig, vielleicht schaffe ich heute noch eine Fortsetzung. Hab heute meinen Schaffensdrang Augenzwinkern

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Nach der Schule waren Sandra und Luca auf Lucas Drängen in ihr Lieblingslokal gestürmt. Es lag im oberen Geschoss eines Einkaufszentrums, sehr praktisch, sehr gemütlich.
Besonders, weil es kein Essen, sondern ausschließlich Cocktails im Programm hatte, daher war es in der Mittagszeit unter der Woche meistens ziemlich leer.
Das hatte Luca jetzt auch bitter nötig! So ein Misttag!
Zuerst erfuhr sie beim Frühstück eine absolute Hiobsbotschaft, dann der Lateintest und schließlich… na ja, Lukas hatte nicht mit ihr geredet. Das war zwar prinzipiell nichts Neues und lag ja eigentlich ausschließlich an ihr… aber aufregen konnte sie sich darüber trotzdem, jawohl!



„Na, dann spuck mal aus, was du mir so dringend erzählen musst“, lachte Sandra, die eine weitere Jammerepisode aus Lucas sehr einseitigem Liebesleben erwartete. „Geht es um Lukas, um Lukas, oder etwa um Lukas?“
Luca musste gegen ihren Willen Kichern, obwohl ihr nicht wirklich danach zumute war. Allerdings, so kam ihr grade, vielleicht hatte die eine Sache ja doch etwas Positives an sich… ja… das war möglich. Soweit hatte sie bisher noch nicht gedacht.
„Jetzt sag schon!“
„Also“, begann Luca, wurde jedoch von der Bedienung unterbrochen, die ihre Bestellungen aufnehmen wollte.



„Ein Long Island Ice Tea“, sagte Luca sofort. Sandra prustete los.
„Wirst du zum Alkoholiker? Wir haben grad mal halb zwei, und du nimmst einen Long Island Ice Tea?“
„Den hab ich mir verdient“, erklärte Luca.
„Ah jaah. Gut, dann nehm ich einen Zombie“, rief Sandra. Jetzt war es an Luca, verwirrt zu sein.
„Aber ich werde zum Alkoholiker, ja? Und du nimmst die geballte Ladung.“
„Ich hab mir den auch verdient, ich muss Kira ertragen. Aber jetzt sag endlich!“



Luca verzog das Gesicht. „Mein Vater hat uns heute Morgen eröffnet, dass wir umziehen!“
„Was???“, rief Sandra entsetzt. „Ihr zieht weg?“
„Nein, nicht so weit, im Gegenteil. Wir ziehen näher zu dir, aber wir geben das Strandhaus auf! Nur, damit Papa näher an der Kanzlei ist.“
Sandra sah sie traurig an, das Strandhaus war vor allem im Sommer einfach das Tollste überhaupt gewesen, und da so einfach wegziehen?
„Papa meint ja auch, es wäre besser für Lea, weil sie da ein größeres Zimmer bekommt. Aber selbst sie meinte, der Strand ist besser als ein großes Zimmer.“
„Könnt ihr euch denn nicht weigern?“
„Ne, meine Eltern haben schon verkauft und ein neues Haus gekauft. Nächsten Monat müssen wir schon umziehen. Wenigstens kann ich mich damit trösten, dass wir dann eh nicht mehr viel vom Strand hätten.“



„So richtig viel vom Strand hätten wir dann erst in… wie viel Monaten? Eins… zwei…“, begann Luca zu zählen. Sandra musterte sie von der Seite. Es musste echt hart sein, wenn man sein Leben lang in so einem umwerfend tollen Haus gewohnt hatte, dann wegzuziehen, irgendwie hing man ja auch daran. Sie selbst hing auch an dem Haus ihrer Freundin, so viele Nächte, die sie zusammen im Sand verbracht und mit Hilfe ihres Physikbuchs Sternbilder gesucht hatten. Das war dann wohl alles vorbei, die öffentlichen Strandabschnitte wurden nachts gesperrt.
„Wir hätten frühestens in acht Monaten wieder an den Strand gekonnt“, beendete Luca ihre Rechnung und schnüffelte ein bisschen. Sie hatte sich immer ausgemalt, einmal mit Lukas nachts dort im Sand zu liegen, und ihm dort ihre Liebe zu gestehen. Das wäre so herrlich romantisch gewesen!



Sandra blickte aus dem Fenster. Irgendwo hinter den Wiesen konnte man das Meer sehen.
Der Anblick der Wodka-in-ein-Glas-schüttenden Barkeeperin war allerdings auch nicht so übel. Er versprach Ablenkung von ihren Problemen.
„Alkohol ist böse, Luca“, sagte Sandra plötzlich.
„Ich möchte ihn ja auch nicht an kleine Kinder verteilen“, entgegnete Luca.
Die Barkeeperin stellte die Gläser vor ihnen ab.
„Dafür ist er auch viel zu teuer“, meinte Sandra und schüttelte traurig den Kopf.



Sandra schielte auf ihr Glas. Sie hatte noch nie um diese Uhrzeit Alkohol getrunken, außerdem hatte sie noch kein Mittagessen gehabt. Das versprach eigentlich nichts Gutes.
Luca schlürfte ihren Ice Tea mit dem ersten Zug schon halb leer, sie musste wirklich verzweifelt sein. Sandra hingegen nippte etwas vorsichtiger daran. Sie hielt nicht viel von… na ja, von den Nebenwirkungen.

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Geschrieben von Yuuki am 29.08.2010 um 19:45:

„Uhh, ist der bitter!“, rief Sandra aus und verzog den Mund. Konnte Rum schlecht werden?
„Weißt du“, würgte Luca sie ab und plapperte munter drauf los. „Ich finde das alles so ungerecht! Papa hat uns einfach übergangen. Aber eine positive Seite gibt es da doch, nämlich, dass wir jetzt ganz nah an Lukas dran wohnen. Dann können er und Paul sich ganz oft treffen, und ich kann mich immer schön dazusetzten.“
„Das könntest du jetzt doch auch schon“, meinte Sandra und betrachtete ihr Glas angeekelt.
„Ja, schon, aber… ach, ich weiß auch nicht, aber dann können die beiden sich noch öfter treffen. Am besten jeden Tag!“
„Frag ihn doch, ob er auch zu euch ziehen will, du kriegst doch bestimmt jetzt auch ein größeres Zimmer, oder?“
Darüber hatte Luca auch noch nicht nachgedacht.
„Aber er hat bestimmt eine andere Freundin…“, murmelte Luca.



„Was??? Wie kommst du denn da drauf? Weißt du das?“, schrie Sandra entsetzt. Drei Jahre Jammern konnte doch nicht so erfolglos bleiben.
„Er redet doch nie mit mir.“
„Du läufst vor ihm weg, schon vergessen?“
„Er könnte ja trotzdem mit mir reden“, meinte Luca trübsinnig.
„Du bist bescheuert! Dann rede doch mit ihm. Du hast ja genug Chancen, wenn ihr in seiner direkten Nachbarschaft wohnt, oder hab ich das falsch interpretiert?“



Was die beiden nicht wussten, war, dass sie von einer älteren Dame missbillig beobachtet wurden. Sie war nicht sonderlich begeistert davon, junge Mädchen um diese Uhrzeit schon Alkohol trinken zu sehen. Wenn sie sich vorstellte, dass ihre Enkel vielleicht auch so waren…



Luca seufzte tief, dann hustete sie. Als sie sich umdrehte, stellte sie fest, dass der Mann hinter ihr rauchte. Wie ekelhaft!
„Selbst wenn ich ab nächstem Monat Fenster an Fenster mit Lukas wohne, dann wird es mir nicht gefallen, das weiß ich“, murmelte sie schlecht gelaunt.
„Och Luca, ich wette, dann wirst du so beschäftigt sein, in sein Zimmer zu spannen, dass du nicht dazu kommst, euer altes Haus zu vermissen.“
„Da hast du schon Recht, aber angenommen, ich wohne nicht Fenster an Fenster mit ihm, dann wird es mir garantiert nicht gefallen!“



Nein, es würde ihr nie im Leben gefallen, ganz im Gegenteil. Schon aus Prinzip nicht! Es war ja wohl das Letzte, dass ihre Eltern einfach so über ihren Kopf hinweg ein neues Zuhause planten.
Erst mal herausfinden, wie weit das neue Haus von Lukas entfernt war. Sollte es weiter als die gegenüberliegende Straßenseite sein, dann würde sie sich weigern, sie würde sich wehren, sie würde kämpfen, sie würde…



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So, fertig für heute Augenzwinkern

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Geschrieben von Spongebob am 30.08.2010 um 16:55:

Hast du zu viel Simpsons geguckt oder wie kommst du auf Long Iland Ice Tea rofl
Aber im Ernst, die Geschichte ist einfach super, die Bilder passen perfekt zur Story und auch die Texte sind nachvollziehbar und einfach schön und flüssig zu lesen daumen bravo
Und wo hast du den Zigarettenautomaten her und wie funktioniert er, also von welchem Objekt wird die Animation angezeigt??

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Geschrieben von Bonky am 31.08.2010 um 15:10:

bravo klasse auch wenn ich im Moment mit den Namen durcheinanderkomme rofl Die neue Lehrerin guckt so richtig schön genervt auf dem einen Bild lol

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Geschrieben von Yuuki am 09.09.2010 um 15:08:

@Spongebob: Puh, ich hab wie blöde gesucht, aber ich finde die Seite nicht mehr, von der ich die Automaten hab. In der Beschreibung steht, er wäre von www.pc-sims.com, aber die Seite gibts nicht mehr. Aber ich könnte dir die Datei zuschicken, wenn du möchtest. Vorausgesetzt, ich finde sie in meinen Downloads.
Der Automat funktioniert so, dass der Sim sich eine Zigarette kaufen kann (20 Simoleons) oder ne ganze Packung (250 Simoleons) und dann kann er die rauchen. den Rauch hab ich aber nachträglich selbst ins Bild gemalt, der steigt nicht von der Kippe auf Augenzwinkern
Aber danke für das Lob, aber Simpsons guck ich so gut wie nie, ich trink ganz gern Long Island Ice Tea ^^

@Bonky: Dankeschöööön smile

Ich hoffe, ich finde demnächst mal Zeit, die neuen Fotos hochzuladen, das ist so zeitaufwendig, sonst gäbe es schon längst zwei Kapitel mehr -.- mein Laptop ist einfach steinzeitlich langsam.

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Geschrieben von Bonky am 09.09.2010 um 17:36:

da müssen wir halt warten. Bei uns sind zwar die PCs schnell aber das DSL schnarchend langsam

Der Zigarettenautomat von pc-sims müsste hier dabei sein Augenzwinkern

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Geschrieben von Yuuki am 18.10.2010 um 23:05:

Moinmoin,

nach längerer Abgelenktheit meinerseits hab ich mich grade mal dazu durchgerungen, neue Bilder hochzuladen. Ich hoffe, dass ich demnächst öfter dazu komme unglücklich

Aber hier kommt jetzt wenigstens ein kleiner Teil:

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… sich wohl oder übel damit abfinden müssen.
Leider hatte ihr Streik nicht die gewünschten Folgen gehabt. Weder die Weigerung, mit Inuki raus zu gehen („Dann geht sie eben in den Garten“), noch der Hausaufgabenstreik von ihr und Paul („Sind es denn meine Noten?“) hatten Früchte getragen – wie auch, schließlich war der Vertrag schon besiegelt gewesen – und nun stand sie da.



Luca war nicht wirklich verwöhnt. Ihr gefiel das neue Haus auch, ihr wäre auch eine Wohnung recht gewesen, sie hätte sich auch ein Zimmer mit ihren Geschwistern geteilt und notfalls im Hundekorb geschlafen – was sie, als Inuki ein Welpe war, tatsächlich getan hatte – es war nicht die Tatsache, auf den Privatstrand verzichten zu müssen, der sie so störte, obwohl es schon ziemlich unangenehm war (tatsächlich störte sich Sandra daran mehr als sie!), sondern schlicht und ergreifend die Tatsache, dass ihr Vater nicht gefragt hatte.



Ihr Zimmer war ein einziges Schlachtfeld. Luca überlegte grade, wo sich ihr Lieblingsposter am besten machen würde, als Paul ins Zimmer trat.
„Na, Schwesterherz, wie geht es dir?“, fragte er.
„Hmm“, brummte Luca.
„Ja, ich weiß. Aber das hilft nichts, jetzt sind wir hier. Kannst du mir helfen, mein Bett neu aufzubauen? Die Möbelpacker haben da irgendwie Mist gebaut.“
Luca antwortete nicht. Sie war frustriert!
Als sie das Haus zum ersten Mal gesehen hatte, hatte sie die gesamte umliegende Nachbarschaft abgeklappert, aber das Haus, in dem Lukas wohnte, gehörte leider nicht dazu.



Gnädigerweise drehte sie sich jedoch um, als Paul näher trat.
„Komm, dass Paps nicht gefragt hat, kann doch nicht alles sein“, sagte er zwinkernd. „Du verschweigst mir doch irgendwas!“
Wenn du wüsstest, dachte Luca. Ja Paul, ich bin in deinen besten Freund verliebt, seit einigen Jahren schon, ja, du weißt schon, der, mit dem ich nie rede. Warum ich dir das noch nie erzählt hab?
Ja, warum eigentlich?
„Komm schon, sag es mir“, drängte Paul.



Luca wehrte ihn jedoch lieber ab, vielleicht eine Spur zu heftig, als dass er ihr glauben könnte.
„Nein, es ist nichts. Gar nichts. Ich bin nur sauer!“
„Och Luca, reg dich ab. Das glaubst du doch selbst nicht. Ich weiß doch, dass dir das Haus egal ist.“
„Dann irrst du dich eben!“
„Das wäre das erste Mal“, erwiderte ihr Bruder ungerührt. Gegen ihren Willen musste sie lächeln, er kannte sie eben zu gut, aber nicht so gut, als dass er hinter ihr kleines Geheimnis gekommen wäre.



„Du kannst mir doch alles sagen, wir vertrauen uns doch, oder?“, fragte Paul, jetzt ernst. Sein Ton erschreckte sie ein wenig. Natürlich war Luca ihr geschwisterliches Vertrauen wichtig, aber sie hatte es nie so eng gesehen, als ob es keine Geheimnisse zwischen ihnen gegeben hätte.



Luca lachte und beruhigte ihren besorgt blickenden Zwilling.
„Natürlich vertraue ich dir. Kein Grund zur Sorge, aber Paul, ich glaub dir nicht, dass du nicht deine kleinen Geheimnisse vor mir hast, also lass mir meine.“
„Von wegen“, grummelte Paul. „Du weißt alles über mich, sogar über mein Verhältnis zu Frau Wheeler.“
Bei diesen Worten prustete Luca los.



„Paul“, begann sie „wir wissen beide, dass du gut aussiehst, das liegt an unseren guten Genen. Aber meinst du wirklich, es reicht, damit eine junge Lehrerin ihren Beruf riskiert?“, brachte sie überzeugend ernst hervor.
„Dann glaub mir halt nicht“, sagte Paul beleidigt und streckte ihr die Zunge heraus. „Du darfst trotzdem keine Geheimnisse vor mir haben! Kommst du jetzt und hilfst mir bauen?“

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Achja, und Bonky: du hast natürlich Recht, der Zigarettenautomat ist von da. Aber bei meinen Millionen von Downloads hab ich den Überblick verloren Augenzwinkern

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Geschrieben von Stoffel76 am 18.10.2010 um 23:12:

Schöne Fortsetzung, wieder sehr gut geschrieben, Yuuki... daumen

Woran erinnert mich Lucas Zimmer?
Achja, ich müsste auch mal wieder aufräumen... scream

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Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. (Friedrich Schiller 1795)


Geschrieben von meywo am 20.12.2010 um 13:11:

Super Geschichte und auch tolle Illustrationen dazu. Finde solche Geschichten immer toll. So wie es im Zimmer von Luca momentan ausschaut sieht es bei mir zu Hause auch aus. Bin momentan nämlich gerade im Umzugsstress, weil ich in ein neues Haus in Oldenburg ziehe. Hoffe aber, dass ich vor Weihnachten noch alles schaffe. Das Haus in das ich ziehe sieht auch übrigens ein bißchen so aus wie das Backsteinhaus auf dem Bild.


Geschrieben von Bonky am 20.12.2010 um 17:43:

Dann drück ich dir mal die Daumen, dass das noch klappt bis Weihnachten oh oh Bisschen knapp denk ich.

Schade, dass Yuuki die Geschichte nicht fortgesetzt hat aber vielleicht hat sie über Weihnachten wieder mehr Zeit grinser

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